Die Nürburg

Ruine, Namensgeber, Wahrzeichen - Die Nürburg als Mittelpunkt über 80jähriger Renntradition und als Zeitzeuge jahrhunderte alter Eifelgeschichte.

Ein Besuch der Ruine lohnt sich!





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Die Nürburg

Wahrzeichen und Namensgeber der schönsten Rennstrecke der Welt - die Nürburg ist dadurch weltweit bekannt. Das Hauptinteresse liegt natürlich auf der Strecke, die seit über 80 Jahren Geschichte schreibt, aber auch die Nürburg selbst ist ein Ort, der Geschichte gemacht hat.

Über die Jahrhunderte hinweg war die Nürburg durch die strategisch wertvolle Lage auch Streitpunkt verschiedener Herrschaftshäuser.

360-Grad-Panorama vom Turm der Nürburg



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Kurzer Überblick zur Geschichte der Burg

Die Anlage wurde erstmals 1166 urkundlich erwähnt. Dietrich I. von Are baute auf dem Mons Nore, dem schwarzen Berg (daher stammt auch der Name), eine Fluchtburg. Sein Sohn, Graf Ulrich, baute die Fluchtburg dann aus.

Über die Jahrhunderte wurde die Burg weiter aus- und umgebaut, bis sie sich im 16. Jahrhundert in einem schlechten Zustand befand und renoviert werden musste. - dieser Zustand hielt aber auch nicht lange, da die Burg in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts verlassen war und als Steinbruch diente, ein Schicksal, das viele Burgen ereilte. Heute ist die Burg im Besitz der Direktion Burgen, Schlösser, Altertümer Rheiland-Pfalz.

So war die Nürburg durch die strategisch wertvolle Lage über die Jahrhunderte hinweg Streitobjekt der Mächte. Von den Nachfahren der Herren von Are (aus-)gebaut, dann in Besitz Kurkölns, von den Schweden besetzt und beschädigt und im 17. Jahrhundert von den Franzosen zerstört. Die Anlage ist also nicht nur Wahrzeichen des Nürburgrings, sondern auch Zeitzeuge von Jahrhunderten Eifelgeschichte.

Viele interessante Infos zur Nürburg und ihrer Geschichte gibt es auf der Homepage der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz, Direktion Burgen, Schlösser, Altertümer (B.S.A.): www.burgen-rlp.de (Klick!); Direktlink zur Nürburg (Klick!)!

Wege zur Nürburg

Von der GP-Strecke her kommend:

Biegen Sie von der B258 (kurz hinter dem Alten Fahrerlager) links ab und fahren Sie unter der Brücke hindurch auf die Hauptstraße. Linkerhand passieren Sie beispielsweise die Tribüne T13, das Restaurant "Paddock" und das BMW-M-Testcenter. Fahren Sie weiter durch Nürburg durch, bis sich die Straße teilt: Nach rechts geht es Richtung Forsthaus/Touristen-Einfahrt (Hauptstraße/In der Stroth), links (kürzlich neu asphaltiert) geht eine Straße den Berg hinauf (Burgstraße). Fahren Sie die Burgstraße hoch bis an die höchste Stelle - links geht es dann zum Burgplatz. Dort können Sie parken; wenn Sie vor dem Restaurant stehen, ist rechterhand der Aufgang zur Burg.


Von der Touristeneinfahrt her kommend:

Fahren Sie von der Touristeneinfahrt Richtung Nürburg ("In der Stroth"). Links passieren Sie das Forsthaus St. Hubertus, unmittelbar danach geht es rechts eine Straße den Berg hoch (Burgstraße; an der Ecke steht das Willkommens-Schild von Nürburg). Diese fahren Sie weiter, bis es dann rechts zum Burgplatz geht - dort parken. Wenn Sie vor dem Restaurant stehen, ist der Aufgang zu Burg auf der rechten Seite.

Besichtigung der Burg

Die Öffnungszeiten der Burg können Sie der Homepage der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (Klick!) entnehmen. Ein solcher Besuch lohnt sich in jedem Fall! Nicht nur die Geschichte, über die Sie an Lautsprecherstellen in der Burg informiert werden, sondern alleine schon der Panoramaausblick über die Eifel (v.a. Richtung Hohe Acht) und auf die Rennstrecke ist atemberaubend.

Für Burgenfreunde ist die Nürburg ein guter Tipp; auch wenn es nur noch wenige erhaltene Räume gibt (z.Bsp. Innenraum der Türme), ist die Anlage trotzdem sehr schön und interessant. Vor allem Kindern macht es sicherlich Spass, das alte Gemäuer zu erkunden!

Tipp: Nehmen Sie sich doch eine Karte der Nordschleife, ein Fernglas und einen Kompass mit, und versuchen Sie vom Dach des Turmes aus, die verschiedenen Streckenabschnitte der Nordschleife zu finden! Einige sind sehr leicht zu finden, bei anderen ist eine gute Streckenkenntnis hilfreich.


Wandern an der Nürburg

Im Sommer und im Winter lohnt sich neben dem Besuch auch eine Wanderung am Mons Nore, den schwarzen Berg, auf dem die Nürburg steht. Wenn man noch oben am Schnitzelhaus parkt, einfach die Straße wieder runtergehen in Richtung Tourieinfahrt/Altes Forsthaus, dann am Ende der Häuser links abbiegen.. Relativ schnell erreicht man dort beispielsweise auch die Wintersportanlage am Nordhang, die Anfang der 1950er Jahre eröffnet wurde - dort sieht man noch die Schneise im Wald (links) und die Ski-Lift-Anlage. Darüber hinaus sieht man am Hang direkt unter der Burg aber auch öfters noch alte Steine, die wohl noch von einer Zerstörung der Burg dort liegen.


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Bild 1: Ski-Schneise am Nordhang; Bild 2: Alter Skilift; Bild 3: Steine am Hang.

Weitere Informationen

• Die Anlagen der Herren von Nürburg dienten auch als Namensgeber für Abschnitte der Nordschleife, wie z. Bsp. Pflanzgarten (dort lagen die Gärten), Galgenkopf (Richtstätte) oder auch Tiergarten (Grablegungsstelle für z. Bsp. in Schlachten gefallene Rosse).

• Die Nürburg ist mit ca. 678 m die höchstgelegene Burg von Rheinland-Pfalz.

• Die Burg war (stilisiert) Bestandteil des Ur-Logos des Nürburgrings:


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