Die Nordschleife

Die Nordschleife des Nürburgrings - Königin der Rennstrecken. 20,832 km pure Herausforderung für Mensch und Maschine.

Hier finden Sie allgemeine Infos, Karte und die Abschnitte mit Namensherkunft.


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Die Nordschleife - Königin der Rennstrecken

Zweifellos ist die Nordschleife die Königin der Rennstrecken. Sei es die Länge, die Anzahl der Kurven, die Höhenunterschiede, der Schwierigkeitsgrad oder die Historie - viele einzigartige Eigenschaften machen die Nordschleife des Nürburgrings zu einer Strecke, auf der wohl jeder Rennfahrer einmal gewinnen will. Jackie Stewart nannte die Nordschleife die "Grüne Hölle", und obwohl in der über fünfundachtzigjährigen Geschichte der Nordschleife schon einiges umgebaut wurde, meist um der Sicherheit willen, ist sie noch heute DIE Herausforderung für Mensch und Maschine und ein Mekka für Rennsportfans aus aller Welt.

Aber auch für Touristen ist die Strecke ein beliebtes Ziel: Zum einen kann man spannende Rennen mit großen und vielfältigen Fahrzeugfeldern in der wunderbaren Eifellandschaft verfolgen, zum anderen kann man die Strecke bei den sogenannten Touristenfahrten gegen Entgelt mit dem eigenen Auto befahren. Und das ist seit 1927 so: Schon damals waren Touristenfahrten möglich, wenn die Strecke nicht aufgrund anderer Veranstaltungen oder wegen des Wetters gesperrt war. Auch heute noch ist beispielsweise an einem sonnigen Sommer-Sonntag viel los, und zwar sowohl auf als auch neben der Strecke, da die Touristenfahrten auch viele Zuschauer anziehen.

Gegenüber der Südschleife war die Nordschleife bis zum Bau der Grand-Prix-Strecke immer im Vorteil und wurde mehr für Rennveranstaltungen genutzt. Nord- und Südschleife konnten zwar miteinander kombiniert werden, diese sog. Gesamtstrecke wurde aber nur selten für Rennen genutzt. Mitte der 1950er und Anfang der 1970er Jahre, als an der Strecke um der Sicherheit willen einiges umgebaut wurde, wurde mehr an der Nordschleife als an der Südschleife gearbeitet, da das Hauptinteresse des Motorsports eben auf der größeren und infrastrukturell wohl auch besser gestellten Nordschleife lag. Darüber hinaus bot die Nordschleife wie schon gesagt durch ihre Länge mehr Kapazitäten für größere Starterfelder - auf der knapp um zwei Drittel kürzeren Südschleife war die Zahl der möglichen Starter sehr begrenzt.

Nach dem Bau der Grand-Prix-Strecke war die Südschleife weggefallen, die Nordschleife aber nicht - durch ein geschicktes und durchdachtes Konzept seitens der Planer ist es heute (wie auch damals mit der Südschleife) möglich, voneinander unabhängige Veranstaltungen auf der GP-Strecke und auf der Nordschleife gleichzeitig durchzuführen, andererseits ist es aber auch möglich, diese beiden Strecken zu einem ca. 26 km langen Gesamtkurs zu kombinieren.

Tipp: Rund um die Nordschleife gibt es viele Zuschauerpunkte. Die Wege zu diesen Zuschauerpunkten finden Sie unter Zuschauerwege (Klick!)!


Wehrseifen? Brünnchen? Was ist das?

Anders als bei "normalen" Rennstrecken, deren Kurven meist Sponsoren-Namen tragen, gibt es die Streckenabschnittsnamen der Nordschleife (und auch die der Südschleife) schon seit der Zeit des Baus. Namen wie Schwedenkreuz, Adenauer Forst, Klostertal und Karussell sind international bekannt. Diese und die meisten anderen Namen leiten sich beispielsweise von Ortsnamen (z.B. Döttinger Höhe), topographischen Begebenheiten (z.B. Hohe Acht), Besonderheiten in der Nähe (Schwedenkreuz) oder historischen Begebenheiten (z.B. Pflanzgarten) ab oder wurden von den Bauarbeitern geprägt (z.B. Fuchsröhre). Andere, wie z.B. Mutkurve oder Eiskurve, wurden von Fahrern geprägt; manche (z.B. Kottenborn) sind im Laufe der Zeit weggefallen.


Karte mit den Abschnitten (mit GP-Strecke)



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Hier finden Sie die einzelnen Streckenabschnitte der Nordschleife (sowohl die offiziellen als auch die inoffiziellen Bezeichnungen plus die im Laufe der Zeit verschwundenen Bezeichnungen) in der Reihenfolge, wie sie uns auch auf einer Nordschleifenrunde begegnen. Da es sich wie gesagt um Streckenabschnitte handelt, ist die Abgrenzung nicht immer ganz eindeutig!

Hinweis: Infos über die Umbauten der Strecke seit 1927 finden Sie unter Umbauten (Klick!).


Die Streckenabschnitte und ihre Namensherkunft



T13 (kein offizieller Abschnittsname) (zum Seitenanfang)

Der Name kommt von der Bezeichnung der Tribüne. Hier ist für GLP und RCN die Boxengasse und die Ziellinie, außerdem ist dort dann auch die Rennleitung bzw. der Hauptposten für die Abschnitte Hohenrain bis Eingang Hocheichen.

Info: Oft wird angenommen bzw. auch geschrieben, dass sich der höchste Punkt der Strecke an der Hohen Acht befindet, dies ist aber falsch, da dieser an T13 liegt.
Info: Die Anlage an T13 wurde von 1983 bis zur Eröffnung der neuen Nordschleifen-Zufahrt an der Döttinger Höhe 1998 auch als Touristen-Zufahrt benutzt (neben der bestehenden in Breidscheid).

Nordschleife T13
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Hatzenbach (zum Seitenanfang)

Der Hatzenbach ist ein kleiner Bach, der links neben der Strecke verläuft.

Nordschleife Hatzenbach Nordschleife Hatzenbach

Nordschleife Hatzenbach ca. 1970
Foto der alten Strecke: Walter Schneider - vielen Dank!
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Hocheichen (zum Seitenanfang)

Beim Bau der Nordschleife 1926/27 musste hier eine Reihe von riesigen Eichen abgeholzt werden.
Von der T13-Ausgangs-Kurve bis hinunter ins Tal zur B257 Richtung Quiddelbach erstreckt sich eine Erhebung, die "Hochwegen" genannt wird. Womöglich leitet sich davon das "Hoch" in "Hocheichen" ab.

Nordschleife Hocheichen
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Quiddelbacher Höhe (zum Seitenanfang)

Links neben der Strecke erhebt sich die "Quiddelbacher Höhe". Quiddelbach selbst ist einer der vier Orte "im" Ring (neben Nürburg, Herschbroich, Breidscheid).

Nordschleife Quiddelbacher Höhe
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Flugplatz (zum Seitenanfang)

In Fahrtrichtung links von der Strecke befand sich mal ein Segelflugplatz. Fälschlicherweise wird manchmal angenommen, dass der Abschnitt so heißt, weil die Autos auf der Kuppe am Eingang des Abschnitts fast abheben - diese Kuppe ist strenggenommen die Quiddelbacher Höhe.
Gerne werden Flugplatz und Quiddelbacher Höhe generell verwechselt: Der Sprunghügel liegt strenggenommen noch im Abschnitt "Quiddelbacher Höhe", erst dann schließt sich "Flugplatz" an, was man auch an der Positionierung der Schilder sehen kann: Der eigentliche "Flugplatz" beginnt erst nach der zweiten Rechtskurve (bei km 4).

Nordschleife Flugplatz
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Kottenborn (nicht mehr geläufige Bezeichnung) (zum Seitenanfang)

Frühere Bezeichnung, die mittlerweile nicht mehr geläufig ist. Der Name kommt von der nahegelegenen Ortschaft Kottenborn, die links von der Strecke liegt. An diesem Abschnitt befand sich früher eine Zuschauerbrücke, über die die Zuschauer auf die andere Seite der Strecke gehen konnten.

Nordschleife Kottenborn
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Schwedenkreuz (zum Seitenanfang)

Rechts neben der Strecke steht ein großes altes Steinkreuz aus der Zeit der Schwedenkriege (30jähriger Krieg 1618-1648), das an einen von schwedischen Soldaten begangenen Mord erinnern soll. Ging 1895 zu Bruch, steht aber dank einer Eisenverstärkung wieder.

Nordschleife Schwedenkreuz
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Aremberg (zum Seitenanfang)

Benannt nach dem naheliegenden Berg. Auf diesem Berg gab es mal eine Art Palais, mittlerweile aber nur noch eine kleine Hütte und ab und an noch ein paar Ruinenreste.
Der Ort Aremberg liegt mehrere Kilometer nordwestlich vom Abschnitt "Aremberg".

Nordschleife Aremberg
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Poststraße (Brücke) (nicht mehr geläufige Bezeichnung) (zum Seitenanfang)

Mittlerweile nicht mehr geläufige Bezeichnung. Kommt vom Namen der Straße, die neben der Strecke vorbeiführt und dann über die Brücke "in den Ring" führt.

Nordschleife Poststraße
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Fuchsröhre (zum Seitenanfang)

Bei den Bauarbeiten 1925-27 hatte sich in einer Röhre an dieser Stelle ein Fuchs für mehrere Tage eingenistet, woraufhin der Name von den Bauarbeitern geprägt wurde.

Nordschleife Fuchsröhre
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Kompression (inoffizielle Bezeichnung) (zum Seitenanfang)

Name der Senke direkt am Ende der Fuchsröhre. Durch den Höhenunterschied von 130m zw. Eingang Fuchsröhre (hinter Poststraße) und dem Ende der FR in der Senke bzw. der hohen Geschwindigkeit ergibt sich in der Senke der Kompression - bei sehr schnellen Fahrzeugen wird der Fahrer mit dem vierfachen des Eigengewichts in den Sitz gedrückt.

Nordschleife Kompression
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Adenauer Forst (zum Seitenanfang)

Benannt nach dem Waldstück, in dem dieser Abschnitt liegt. Sehr beliebter Zuschauerpunkt bei Touristenfahrten, da sich dort vor allem Anfänger verschätzen und dann durch die Wiese pflügen, in den meisten Fällen gehen solche Aktionen aber glimpflich aus.

Nordschleife Adenauer Forst
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Metzgesfeld (zum Seitenanfang)

Hier "kreuzt" die Strecke ein Feld, das früher einem Bauer namens Mertgens gehört haben soll.

Nordschleife Metzgesfeld
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Kallenhard (zum Seitenanfang)

Der Kallenhard ist eine 471 m hohe Erhebung, um die die Strecke herumführt. "Hard" heißt laut Wikipedia "bewaldeter Hang", "Anhöhe", "Waldweide".
Die Rechtskurve in Kallenhard hieß inoffiziell "Todeskurve", da es hier in den 50ern einige tödliche Unfälle gegeben hat. Bei den großen Umbaumaßnahmen wurde die Kurve erheblich entschärft.

Nordschleife Kallenhard
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Spiegelkurve (inoffizielle Bezeichnung) (zum Seitenanfang)

Kommt wohl daher, dass sich früher, als die Hecken noch standen (Leitplanken gibts nicht seit Anfang) einige Leute die Spiegel abgefahren haben.

Auf alten Fotos ist zu sehen, dass sich vor der Linkskurve auf der linken Seite damals ein Parkplatz befunden hat, im Sinne einer Haltebucht.

Nordschleife Spiegelkurve
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Dreifach-Rechts/Miss-Hit-Miss (auch Miss-Hit-Miss) (inoffizielle Bezeichnung) (zum Seitenanfang)

Den Namen hat die Dreifach-Rechts wegen der drei Curb-Reihen, die im Inneren der Kurve liegen. Vom Radius her ist es eine Kurve, durch die drei Curbreihen aber dreigeteilt. Der Name Miss-Hit-Miss kommt daher, dass man, wenn man die richtige Linie/den richtigen Radius fährt, am ersten Curb vorbeifährt ("miss"), den zweiten berührt ("hit") und den dritten ("miss") wieder auslässt.

Nordschleife Miss-Hit-Miss
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Wehrseifen (zum Seitenanfang)

Seifen ist keltisch für "Tal". "Wehr" weist auf "abwehren", jedoch gibt es verschiedene Erklärungen für "Wehrseifen".
Der Name Wehrseifen ist schon in sehr alten Karten verwendet. Schon auf einer Karte vom Beginn des 19. Jahrhunderts ist das Tal als "Verseifen" verzeichnet. Das Tal liegt zwischen dem Kallenhard (471,0 m) und einer Flur, die früher als "Engelbusch" bezeichnet wurde.

Nordschleife Wehrseifen
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Breidscheid (kein offizieller Abschnitt - geh. zu Ex-Mühle) (zum Seitenanfang)

Kommt daher, dass die Strecke hier durch Breidscheid führt. Eigentlich ist "Breidscheid" kein eigener Abschnitt, da die Strecke hier ja "nur" durch den Ort führt - "Ex-Mühle" ist hier wohl der korrekte Begriff.
Hier befindet sich die zweite Ein-/Ausfahrt auf die Nordschleife.
"Breidscheid hat seinen Namen von einem breiten Waldstreifen (Scheid = Wald), der sich von der Mühlenhardt (522 m) im Nordosten bis zur Gippenhardt (548 m) im Südwesten erstreckt." Quelle

Nordschleife Breidscheid
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Ex-Mühle (zum Seitenanfang)

"EcksMühl" oder "Ecks-Mühle" ist eine sehr alte Bezeichnung für die Mühle und die dazugehörigen Häuser, die in der Nähe des Abschnitts stehen. Die Mühle selber wurde wohl kurz vor 1750 gebaut. Der Name der Ex-Mühle stammt von dem Fluss "Exbach", der von der Erhebung der Hohen Acht durch das sog. "Ex-Tal" (früher: "Ecks-Thal") hinunter nach Adenau fließt. Noch heute befindet sich dort die Straße "In der Ex".
Hier sollte ursprünglich die Start-Ziel-Anlage hin, jedoch weigerte sich der Besitzer, die nötigen Grundstücke freizugeben.
Wird auch Junek-Kurve genannt, da hier am 15. Juli 1928 der tschechische Bankier Vincenc Junek auf Bugatti als erster auf dem Ring seinen Tod fand (andere Quellen sprechen vom Bergwerk).

Nordschleife Ex-Mühle
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Ex-Tal (nicht mehr verwendete Bezeichnung) (zum Seitenanfang)

Der Name kommt vom Ex-Tal, durch das die Strecke zwischen Ex-Mühle und Bergwerk führt. Zur Namensgebung siehe auch "Ex-Mühle".
Das Ex-Tal ist der Abschnitt zwischen Ex-Mühle und dem Bergwerk, ungefähr vor dem Linksknick, in dem Niki Laudas Brandunfall 1976 "begann". Die Kurve wird heutzutage "Lauda-Links" oder bösartigerweise "Grill-Kurve" genannt.

Nordschleife Ex-Tal
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Bergwerk (zum Seitenanfang)

Unter der Strecke verlaufen die Schächte eines ehemaligen Bergwerks, das vor ca. 100 Jahren wegen Unrentabilität und Wassereinbrüchen geschlossen werden musste. Die Stollen sind nicht mehr zugänglich.

Nordschleife Bergwerk
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Kesselchen (zum Seitenanfang)

Dieser Abschnitt wurde von Bauarbeitern "Kesselchen" genannt, weil er durch einen Talkessel führt. Auf der rechten Seite erhebt sich der Mühlenhardt, auf der linken Seite befinden sich Ausläufer des Berges Hohe Acht.

Nordschleife Kesselchen
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Mutkurve (inoffizielle Bezeichnung) (zum Seitenanfang)

Wer hier voll(gas) fährt, ist laut vielen Stimmen mutig -> Mutkurve.

Nordschleife Mutkurve
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Klostertal (zum Seitenanfang)

Im 14. Jahrhundert soll sich hier ein Johanniterkloster befunden haben (Adenau ist eine Johanniter-Stadt).

Nordschleife Klostertal
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Klostertalkurve (oder auch Steilstreckenkurve) (inoffizielle Bezeichnung) (zum Seitenanfang)

Hier hatte man früher auch bei Touristenfahrten (!) die Wahl zwischen der (nicht mehr benutzten) Steilstrecke und der Variante mit Karussell. Früher wurde bei vielen Rennen auch die Steilstrecke anstatt des Karussells benutzt.

Nordschleife Steilstrecken-Kurve
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Steilstrecke (nicht mehr befahren) (zum Seitenanfang)

Die Steilstrecke ist der einzige Teil der Nordschleife, der noch den original Straßenbelag (Beton) hat. Mehr dazu findet man auf Pro Steilstrecke.


Karussell (seit 2006 Caracciola-Karussell) (zum Seitenanfang)

180°+-Steilwandkurve. Seit den 30er Jahren mit Betonplatten innen ausgebaut. Mehr und mehr Fahrer schnitten die Kurve, Rudolf Caracciola probierte auf Hinweis von 2 seiner Mechaniker die Variante, das Karussell innen zu fahren, als erster aus. 2006 wurde dann ihm zu Ehren das Karussell in Caracciola-Karussell umbenannt.

Nordschleife Karussell

Nordschleife Karussell ca. 1970
Foto der alten Strecke: Walter Schneider - vielen Dank!
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Posten 147 (inoffizielle Bezeichnung, auch: "Die Alm") (zum Seitenanfang)

In einer der Kurven zwischen dem Karussell und der Hohen Acht liegt links der Posten 147. Vor einiger Zeit wurde dort eine kleine Hütte gebaut, die von ihren Erbauern "Alm" getauft wurde.

Nordschleife Posten 147
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Hohe Acht (zum Seitenanfang)

Die Hohe Acht ist mit 747 m der höchste Berg der Eifel. Die Strecke führt jedoch nicht über diesem Berg, sondern nur daran vorbei. Fälschlicherweise wird oft angenommen, dass dies der höchste Punkt der Strecke sei, dieser liegt aber an T13.

Nordschleife Hohe Acht

Nordschleife Hohe Acht ca. 1970
Foto der alten Strecke: Walter Schneider - vielen Dank!
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Hedwigshöhe (zum Seitenanfang)

Der Abschnitt "Hedwigshöhe" ist nach Hedwig Creutz, der Frau von Dr. Otto Creutz (Landrat des bis 1932 bestehenden Landkreises Adenau und Erbauer des Nürburgrings), benannt.

Nordschleife Hedwigshöhe
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Wippermann (zum Seitenanfang)

Hier gehen die Informationen auseinander: manche sagen, es sei eine Flurbezeichnung unbekannter Herkunft, andere wiederum sagen, dass der Name vom Auf- und Abwippen der Autos aufgrund von Bodenwellen an dieser Stelle in früherer Zeit kommt. Vor kleinen Umbauten in den 1960er Jahren bzw. vor dem großen Umbau 1970/71 waren hier heftige Bodenwellen, die sehr viel Unruhe ins Auto brachten.

Eine Zeitzeugin aus der Zeit der Eröffnung des Rings erzählte mir, dass sie sich bei Runden über die Nordschleife Ende der 20er Jahre besonders auf "die Wippermänner" gefreut habe, womit sie die das Auf und Ab durch die Bodenwellen meinte.

Nordschleife Wippermann

Nordschleife Wippermann ca. 1970
Foto der alten Strecke: Walter Schneider - vielen Dank!
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Eschbach (zum Seitenanfang)

Ein Ort bzw. ein Bach, beides der Strecke nahe gelegen.

Nordschleife Eschbach
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Brünnchen (zum Seitenanfang)

Quellgebiet, das das Örtchen Herschbroich (eins der Dörfer "im" Ring) mit Wasser versorgte. Früher war hier eine Art Sprunghügel (Kuppe ca. erstes Drittel der Geraden). Unter der Strecke gibt es eine Unterführung; zudem beliebtester Zuschauer-/Campingplatz.

Nordschleife Brünnchen

Nordschleife Brünnchen 1973 Nordschleife Brünnchen 1973
Foto 1 + 2: Das Brünnchen 1973; Fotos: M. Fey - Vielen Dank!
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Eiskurve (inoffizielle Bezeichnung) (zum Seitenanfang)

Der Name kommt wohl daher, dass es hier meistens rutschig ist bzw. die Strecke bei schlechtem Wetter hier meist als erstes rutschig wird.

Nordschleife Eiskurve
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Pflanzgarten I und II (zum Seitenanfang)

Hinweis: Offiziell wird zwischen PG I (rund um den "kleinen Sprunghügel") und PG II (rund um den "großen Sprunghügel") nicht unterschieden, diese beiden Bezeichnungen sind wohl im Volksmund zur besseren Unterscheidung entstanden.

Hier befanden sich früher die Gärten der Grafen von Nürburg.

Nordschleife Pflanzgarten 1
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Nordschleife Pflanzgarten 2
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Schwalbenschwanz (zum Seitenanfang)

Bauarbeiter prägten 1926/27 diesen Namen, da der Abschnitt aus der Luft wie ein Schwalbenschwanz aussieht. Besonders bei niedrig stehender Sonne sollte man hier aufpassen.

Nordschleife Schwalbenschwanz
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Kleines Karussell (zum Seitenanfang)

Kleine, betonierte Steilwand-Kurve, am Schwalbenschwanz Richtung Galgenkopf gelegen.

Nordschleife Kleines Karussell
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Galgenkopf (zum Seitenanfang)

Die Strecke führt mit der Rechtskurve nach dem Kleinen Karussell bis zu Beginn der Döttinger Höhe um die 587,8 m hohe Erhebung "Galgenkopf" herum. Deren Name kommt von der ehemaligen Richtstätte der Grafen von Nürburg für öffentliche Hinrichtungen, die sich dort befand.

Nordschleife Galgenkopf
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Döttinger Höhe (zum Seitenanfang)

Benannt nach der naheliegenden Ortschaft Döttingen.

Nordschleife Döttinger Höhe

Nordschleife Döttinger Höhe ca. 1970
Foto der alten Strecke: Walter Schneider - vielen Dank!
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Antoniusbuche (zum Seitenanfang)

Hier stand bis 1935 eine riesige Buche, an deren Fuß sich ein dem Hl. Andreas geweihter Altar befunden haben soll. Diese fiel jedoch 1935 dem Bau der B258 zum Opfer. Über die Strecke führt an dieser Stelle die sog. Antoniusbrücke, die Straße über die Brücke heißt Kirchweg. Eine weitere Straße in der Nähe heißt "Antoniusweg".

Heute ist die Brücke durch die Werbetafel auch als Bilstein-Brücke bekannt.

Nordschleife Antoniusbuche
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Tiergarten (zum Seitenanfang)

"Tierfriedhof" der Grafen von Nürburg. Hier wurden Rösser, die in Schlachten umkamen und Tiere, die wegen Krankheiten nicht geschlachtet werden konnten, begraben.

Nordschleife Tiergarten
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Hohenrain (zum Seitenanfang)

Ein "Rain" ist eine Ackergrenze. "Hohenrain" bedeutet also "hoch gelegene Ackergrenze". Die Hohenrain-Schikane wurde erst 1967 gebaut, um den Rennwagen etwas Geschwindigkeit zu nehmen, bevor sie auf die Start- und Zielgeraden der Betonschleife (ehemalige Start- und Zielanlage und Verbindung zwischen Nord- und suedschleife) kamen. Der ursprüngliche Asphalt liegt noch dort, darauf befinden sich die Posten 204 und 205 und dahinter lagern Leitplankenteile.

Hinweis: Die Bilder wurden auf leerer und abgesperrter Strecke vom Beifahrer gemacht.