Bilder von 1960

Per e-mail haben mich diese wunderbaren Fotos erreicht, die im Jahre 1960 während eines Rennens aufgenommen wurden.

Mit diesen Bildern verbinden sich aber noch ein paar ungeklärte Fragen - vielleicht können Sie helfen?


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Die Bilder auf dieser Seite sind Aufnahmen, die während eines Rennens im Jahre 1960 am Nürburgring gemacht wurden. Es sind ganz besondere, leider aber auch seltene Aufnahmen: Sie zeigen nicht nur Rennwagen auf der Strecke, sondern sind Momentaufnahmen aus der damaligen Zeit. Nehmen Sie sich doch mal einen Moment Zeit, um die Bilder länger zu betrachten - es finden sich nicht nur interessante Details, vor allem sagen die Bilder viel über das Erscheinungsbild des Nürburgrings Anfang der 1960er Jahre und die Art und Weise, wie die Menschen damals ein Rennen an der Nordschleife verfolgt haben, aus.

Die Besitzerin dieser Bilder fragt nun, um welches Rennen es sich handelt und welche Fahrzeuge bzw. Fahrer auf den Bildern zu sehen sind - außer der Information, dass die Bilder 1960 im Bereich Karussell am Nürburgring aufgenommen wurden, haben sich bei den Bildern keine weiteren Informationen des Fotografen gefunden.

Ein herzliches Dankeschön an Anette John für das Zurverfügungstellen der Bilder und die Genehmigung zur Veröffentlichung!



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Bild 1: Klostertalkurve, links in der Bildmitte die ersten Meter der Steilstrecke.
Besondere Details: Etwa in der Mitte des Bildes sieht man eine Art "Mini-Tribüne" mit Varta-Werbung. Im Wald rechts oben sieht man noch die Spitze eines hölzernen Kameraturms - das Fundament, ein Steinhaus, steht heute noch am Klostertalhang im Wald versteckt. Rechts in der Bildmitte sieht man Verkaufsbuden, von denen es recht viele rund um den Ring gab (z.B. auch in der Hatzenbach, im Wehrseifen und an weiteren Stellen) - die Betonfundamente dieser Verkaufsbuden gibt es heute zum Teil auch heute noch.
Im Vordergrund rechts sieht man einen Lautsprecher - diese waren damals rund um die Strecke verteilt, wie es auch heute noch beim 24h-Rennen der Fall ist. Diese Lautsprecher waren oftmals die einzige Möglichkeit für die Zuschauer, den konkreten Verlauf eines Rennens mit allen Geschehnissen rund um die Strecke zu verfolgen - oftmals sicherlich garnicht so einfach, wenn wenige Meter weiter ein Rennwagen vorbeidonnerte!




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Bild 2: Etwa die gleiche Aufnahmeposition wie Bild 1, im Hintergrund die Steilstrecke.
Interessant ist die fehlende Streckenbegrenzung, wie man sie heute finden würde: Seitenstreifen im heutigen Sinne bzw. eine Streckenbegrenzung wie beispielsweise Leitplanken gab es damals nicht.




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Bild 3: Die Klostertalkurve. Im Hintergrund wieder der Beginn der Steilstrecke - diesmal sieht man schön die "Steilstreckenbuche", wie sie unter Fans genannt wurde. Tatsächlich stand am Fuße der Steilstrecke eine Buche auf einer Art "Verkehrsinsel" - siehe dazu auch die Bilder unter Fundstücke. Im Inneren der Klostertalkurve stehen zwei der schon damals wenigen Reklametafeln an der Nordschleife.




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Bild 4: Rennwagen ausgangs der Klostertalkurve.




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Bild 5: Rennwagen auf dem Weg zum Karussell.




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Bild 6: Rennwagen mit der Nummer 6 im Karussell.
Im Hintergrund sieht man die damals gängige Streckenbegrenzung, die aus Hecken bzw. Büschen bestand. Auffällig: Die Beschädigungen an den Betonplatten - so etwas gibt es heute nicht mehr!
Auf diesem Bild sieht man schön die Nähe der Zuschauer zu den Rennwagen in der Steilwand des Karussells - bis zum Umbau des Karussells im Jahre 196X konnten die Zuschauer viel näher an das Innere des Karussells heran als es heutzutage möglich ist.




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Bild 7: Ein ausgefallener Rennwagen (Startnummer 2?) am inneren Rand des Karussells. Es scheint, als wären die Scheinwerfer des Wagens mit Metallplatten abgedeckt bzw. durch Metallplatten ersetzt worden (?).




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Bild 8: Ein ausgefallener Rennwagen (Startnummer 45), wahrscheinlich kurz hinter dem Karussell. Auf der rechten Seite kurz hinter dem Karussell gab es damals bis hoch zur Hohen Acht Zuschauerplätze, die es heute allerdings nicht mehr gibt. Auffällig ist, wie nahe Zuschauer und Polizisten am beschädigten Wagen bzw. an der Strecke stehen, wenn auch hinter den Hecken. Am Vorderrad erkennt man noch die Reifenmarke Englebert - diese belgische Reifenfirma war damals eng mit dem Ring verbunden und hatte beispielsweise bei vielen Rennen einen eigenen Reifenservice im heutigen Historischen Fahrerlager.




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Bild 9: Panorama des Zuschauerplatzes an der Hohen Acht mit Blick nach Südwesten. In der Bildmitte kommt die Rennstrecke den Berg hinauf, rechts neben der Holzhütte (Hauptposten an der Hohen Acht - auch heute befindet sich dort der Hauptposten) kommt die Steilstrecke aus dem Wald und geht wieder in die Rennstrecke über. Über dem Hauptposten ganz im Hintergrund thront die ca. 4,5 km entfernte Nürburg über das Land am Nürburgring.
Interessant ist auch das kleine Auto links unten - sieht aus wie ein BMW 600, auch unter dem Namen "große Isetta" bekannt.


Es wäre schön, wenn sich zu den Bildern weitere Informationen, vor allem zu den Rennwagen und deren Fahrern finden würden. Vielleicht waren Sie ja selbst bei dem Rennen dabei und können davon erzählen? Sollten Sie Informationen haben, schreiben Sie doch eine e-mail an post@nordschleifologie.de!